1978 in Detmold geboren, studierte Busche zunächst Publizistik und Kommunikationswissenschaften sowie Musik- und Theaterwissenschaften an der FU Berlin. Es schloss sich ein Diplom in Kultur- und Medienmanagement an, das Studium der Musiktheaterregie beendete er aufgrund beruflicher Perspektiven mit dem Vordiplom frühzeitig. 2018 folgte ein MBA berufsbegleitend im Fernstudium und 2021 eine Promotion in Wirtschaftswissenschaften an der Mendel Universität Brünn. 

Seine berufliche Karriere begann als Mitarbeiter der Geschäftsführung und späterer Pressereferent bei der Deutschen Oper Berlin. Nach vier Jahren baute er am Theater Bremen die neue Abteilung Sponsoring und Development auf. Ab 2007 folgte eine intensive Zusammenarbeit mit Katharina Wagner und den Bayreuther Festspielen, 2010 kehrte er nach Berlin zurück und machte sich 2011 als PR- und Marketingberater selbständig. Es folgten Engagements als Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie in der Funktion des Theatermanagers als Teil der Geschäftsführung bei den Tiroler Festspielen Erl, als Künstlermanager bei der New Yorker Agentur Opus 3 Artists sowie als Musikproduzent bei Sony Classical International mit Sitz in Berlin und New York. Ab Herbst 2020 war er als alleiniger Geschäftsführer des Göttinger Symphonieorchesters dafür verantwortlich, die Struktur und Außendarstellung des Orchesters neu aufzustellen und den Klangkörper bei nahezu durchgehendem Einsatz der MusikerInnen für Aufnahmen und Streamingangebote künstlerisch und wirtschaftlich erfolgreich durch die Pandemie zu führen. Nach gelungenem Abschluss seiner Arbeit in Göttingen konnte er nun engagiert die Intendanz am Brandenburger Theater übernehmen.

Was können wir von Ihnen in der neuen Position erwarten?

Eine abwechslungsreiche und langfristig verlässliche Planung für ein neu strukturiertes Stadttheater basierend auf einer umfassenden Erfahrung in allen Bereichen des Theaterbetriebs sowie aktiven Austausch mit allen MitarbeiterInnen, Dialog, Kreativität und Loyalität.

 

Wo liegen Ihre Stärken?

Ich denke, es ist der umfassende Einblick in die professionellen Abläufe verschiedener Kulturbetriebe vom reinen Orchesterbetrieb über das Stadt- und Landestheater bis hin zum großen Opernhaus und den internationalen Festspielbetrieb. Dabei verbinde ich ökonomische Praxiserfahrungen und Fähigkeiten mit künstlerischem Fachwissen und Können. Das ist vor allem bei notorischen Sparzwängen im Kulturbetrieb in der Gesamtplanung ein wahnsinniger Vorteil.

 

Worauf freuen Sie sich am meisten bei Ihrer neuen Stelle?

Den Brandenburger Theaterbetrieb, der extrem viel Potenzial in sich birgt, wieder zum Leuchtturm der Havelstadt und somit der ganzen Region machen zu können und allen MitarbeiterInnen ein Arbeitsumfeld zu schaffen, das professionell, transparent und identitätsstiftend ist. Außerdem freue ich mich darauf, endlich wieder Regie führen und kreativ auch auf der Bühne tätig sein zu können.