Dr. Matthias Toplak hat am 1. Oktober die Museumsleitung des Wikinger Museum Haithabu der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf übernommen

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Für den 37 Jahre alten Wissenschaftler und Wikingerexperten erfüllt sich damit ein Lebenstraum. Promoviert hat er an der Universität Tübingen im Fachbereich Archäologie des Mittelalters und dort in den vergangenen fünf Jahren auch als Lehrkraft gewirkt. Durch Mitarbeit bei der Vermittlung frühmittelalterlichen Lebens in europäischen Freilichtmuseen kennt Matthias Toplak alle wichtigen Wikingerzentren Nordeuropas seit fast 20 Jahren. Er hat auch an Medienformaten über Wikinger, wie z. B. der Titelgeschichte des Jugendmagazins „Dein SPIEGEL“, mitgewirkt. Das Wikinger Museum Haithabu hat sich unter der erfolgreichen Arbeit seiner Vorgängerin Ute Drews in den vergangenen drei Jahrzehnten zu einem gut besuchten Museum mit fast 200.000 Besucher pro Jahr entwickelt. Die erfolgreiche Arbeit in der Bildung und Vermittlung fortzusetzen und weiterzuentwickeln, wird einer der Aufgabenschwerpunkte für den neuen Museumsleiter sein.

Was können wir von Ihnen in der neuen Position erwarten?
Dass ich dafür sorgen werde, dass die Menschen den Besuch des Wikinger Museum Haithabu mindesten ebenso spannend finden werden wie eine Folge ‚Vikings‘.

Mit welchen 3 Adjektiven würden Sie Ihre Motivation für diese Stelle beschreiben?
Begeistert: Ich bin seit Jahrzehnten in höchstem Maße fasziniert von der Wikingerzeit. Diese Faszination hat mich durch Studium und Promotion getragen und ist sicherlich die Grundlage dafür, dass ich Menschen für Geschichte, Archäologie und insbesondere eben die Wikingerzeit begeistern kann.

Sorgfältig: Für einen Archäologen ist sorgfältige und teilweise auch sicherlich schon penible Vorgehensweise die Grundvoraussetzung. Ein strukturiertes Vorgehen kommt mir bei der mitunter etwas hektischen Alltagsarbeit im Museum enorm zugute.

Neugierig: Wissen ist unendlich! Sei es zur Archäologie der Wikingerzeit, zur pädagogisch-didaktischen Konzeption einer musealen Ausstellung oder zur Verwendung einer elektrischen Heckenschere… ich möchte immer mehr darüber erfahren und es im Idealfall auch alles selber ausprobieren.

Welche Herausforderungen hält die neue Stelle bereit?
Die größte Herausforderung ist sicherlich der Übergang von der doch recht isolierten Welt von Forschung und Lehre an der Universität in den sehr dynamischen Museumsbetrieb inmitten eines großen Netzwerkes wie im Fall der Stiftung Schleswig-Holsteinische Landesmuseen Schloss Gottorf. Anders als in der Forschung, bei der man sich – teilweise auf Jahre hin – auf einen Bereich fokussieren kann, steht hier im Museum jeden Tag eine Vielzahl von neuen Aufgaben an, die teilweise langfristig geplant, teilweise aber auch direkt erledigt werden müssen. Zudem sind diese Aufgaben so vielseitig, dass man sich immer wieder in neue Aspekte einarbeiten muss – das ist eine sehr fordernde aber ebenso spannende Arbeit.

Worauf freuen Sie sich am meisten bei Ihrer neuen Stelle?
Auf die abwechslungsreichen Aufgaben, welche die Leitung eines Museums mit sich bringt, auf die Interaktion mit den Besuchern, auf die Vermittlung von Wissen und vor allem von Begeisterung für die Wikingerzeit und ganz besonders darauf, täglich mit einem der spannendsten und schönsten archäologischen Plätze der Welt zu tun zu haben.